Schulhündin Nina
NINA wurde am 11.12.2001 in Pretoria geboren. Die Mutter war eine schöne Border-Collie Hündin, der Vater ein hellbrauner Cocker-Spaniel.
Unsere Familie lebte für zwei Jahre in Südafrika und hatte hier endlich ideale Bedingungen, dem gemeinsamen Wunsch nach einem Hund nachzukommen. Per Zeitungsannonce fanden wir sie. Zwei blonde Wollknäule balgten miteinander, die von der Mutter ab und an zur Ordnung gestupst wurden. Das Knäul, das immer unten lag nahmen wir mit. Wie ihre Mutter nannten wir sie NINA. Vollkommen verzeckt, verwurmt und verfloht ging es sofort zum Tierarzt. Vielleicht war das ihre Rettung.
Der „Paradiesgarten“ am Haus bot dem Welpen ideale Aufwuchsmöglichkeiten. Die zwei Jungen der Familie waren die Spielgefährten, Clara (die Hauskatze) brachte ihr als „große Schwester“ bei, wo es die versteckten Wasserquellen im Garten gibt, wie sie am schlausten die Geckos erschrecken konnte. Zudem gebot es die hohe Kriminalitätsrate in Südafrika, zur Abschreckung von Einbrechern einen Wachhund zu besitzen. Leider war sie zu lieb, und brachte den Einbrechern während deren „Arbeit“ ihren Spielball ins Haus anstelle sie zu verjagen.
Als geliebtes Familienmitglied begleitete sie uns nach Ende meines Arbeitsvertrages per Flugzeug zurück nach Frankfurt (Oder).
Ich bin Förderschullehrerin an der Frankfurter „Hansa-Schule“. Unsere Schüler sind geistig und zum teil körperlich behindert. Da NINA das ideale Wesen eines Therapiehundes hat, nahm ich sie ab und an in die Schule bei geeigneten Unterrichtsthemen mit. Im September 2005 legte ich mit NINA beim Verein „Therapiehund Berlin e.V.“ den Therapiehundtest erfolgreich ab.
Nun ist sie Teil des Stundenplanes, kommt im Autismuskurs zum Einsatz, im Sprachunterricht, war 2005/06 Klassenhund der Mittelstufenklasse 3, ist in diesem Jahr freitags in der Oberstufenklasse 3 und begleitete mich aus treuer Erinnerung an die Mittelstufenklasse 3 donnerstags beim Fachunterricht „Ästhetisches Gestalten“.
NINA bringt Freude, weckt viele positive Gefühle, regt alle Wahrnehmungsbereiche an, regt die sprachliche und motorische Entwicklung an, dient als praktisches Anschauungsobjekt beim Wissenserwerb über die Sprache der Hunde, über Lebensweise und Anatomie des Hundes.